Klinische Fälle

Alleinstehend und Mitte vierzig? Das Glück der Mutterschaft ist auch für Sie zum Greifen nahe!

Das Glück der Mutterschaft ist auch für Sie zum Greifen nahe

Alleinstehend und Mitte vierzig? Das Glück der Mutterschaft ist auch für Sie zum Greifen nahe!

In der heutigen Gesellschaft besteht bei alleinstehenden Frauen eine wachsende Nachfrage für Kinderwunschbehandlungen.

In unserer Klinik betreuen wir Patientinnen aus der ganzen Welt (USA, Kanada, Australien, etc.), es sind jedoch vor allem die europäischen Nachbarländer, die oft bei uns zu Gast sind, weil es in den jeweiligen Ländern viele Einschränkungen im Bereich der Assistierten Produktion gibt.

So sind beispielsweise in Deutschland und Österreich alleinstehende Frauen von der Behandlung ausgeschlossen.

Wir bei ProcreaTec glauben allerdings, dass jeder eine Chance verdient, glücklich zu sein, und dass eine alleinstehende Frau einem Kind alles geben kann, was es braucht. An Liebe und Hingabe wird es dem Kleinen sicherlich nicht fehlen.

An dieser Stelle möchte ich die Geschichte einer unserer Patientinnen erzählen, die Ende Oktober 2017 zu uns kam. Es handelt sich um eine alleinstehende Frau, die zum damaligen Zeitpunkt 47 Jahre alt war und aus Österreich stammt. Trotz ihres Alters wollte Frau S. ihren Traum, Mutter zu werden, nicht aufgeben.

In ihrem Fall kamen zwei Behandlungsmethoden in Frage: einerseits können gespendete Ei- und Samenzellen verwendet werden, was vor allem den Vorteil hat, dass die äußeren Merkmale der Spender denen der Patientin entsprechen bzw. ähnlich sind.

Künstliche heterologe Insemination

Die zweite Option war die Embryonenspende, also die Verwendung eines im Rahmen einer anderen Behandlung geschaffenen und nicht transferierten Embryos.

Beim Erstgespräch per Skype durfe ich unsere österreichische Patientin persönlich kennenlernen und ihr die Vor- und Nachteile dieser zwei Behandlungsmethoden ausführlich erklären.

Der Vorteil der Embryonenspende ist der Preis (2.450 Euro in unserer Klinik), mit dem Nachteil, dass die äußeren Merkmale der Spender nicht angeglichen werden können.

Ein Zyklus mit gespendeten Eizellen ist um einiges teurer (der Grundpreis liegt bei 6.550 Euro), es werden jedoch die Merkmale von Empfängerin und Spendern aufeinander abgeglichen und der Patientin mitgeteilt (Blutgruppe, Augenfarbe, Haarfarbe und Größe der Spender).

Unsere österreichische Patientin hatte schon sechs Behandlungen mit gespendeten Ei- und Samenzellen hinter sich, was für sie eine enorme finanzielle Belastung bedeutete. Daher wollte sie nun versuchen, mit einer Embryonenspende schwanger zu werden.

Nachdem alle notwendigen Voruntersuchungen gemacht wurden, konnten wir für die Patienten einen Embryo reservieren und ihr den detaillierten Behandlungsplan und die entsprechenden Rezepte zuschicken.

Frau S. hatte inzwischen unregelmäβige Zyklen, sodass ich ihr zu Beginn der Behandlung eine dreiwöchige Einnahme der Antibabypille verschrieb, um anschlieβend eine Regelblutung auszulösen und am 2. Zyklustag mit der Vorbereitung für den Empfang der Embryonen zu beginnen. Ziel der Behandlung ist, die Gebärmutterschleimhaut durch die Einnahme von Östradiol aufzubauen und den Körper auf die Schwangerschaft vorzubereiten.

Nach Durchführung eines Ultraschalls, bei der die Gebärmutterschleimhaut etwa 12mm maβ und dreischichtig aufgebaut war, und einer weiteren Blutentnahme zur Kontrolle der wichtigsten Hormonspiegel konnten wir den entgültigen Transfertermin festsetzen.

Eine etwas nervöse, aber glückliche Patientin kam am Tag des Transfers zu uns und wurde von unserem deutschsprachigen Koordinationsteam empfangen und zum Umkleideraum begleitet. Der Embryonentransfer wird im Operationsraum ohne Narkose durchgeführt. Wir empfehlen jedoch die Einnahme von Valium etwa eine halbe Stunde vorher, um eventuelle Kontraktionen der Gebärmuttermuskulatur nach dem Embryonentransfer zu verhindern.

Der Transfer von Frau S. lieβ sich problemlos durchführen und nahm etwa 10 Minuten in Anspruch. Im Anschluss blieb die Patientin noch etwa 20 Minuten liegen.

Für die Zeit nach dem Transfer bis zum Schwangerschaftstest empfehlen wir unseren Patientinnen, ihren normalen Alltag weiterzuführen, allerdings auf Sport und Geschlechtsverkehr zu verzichten. Am wichtigsten ist, dass sie alle bisher verschriebenen Medikamente weiterhin einnehmen und im Zweifelsfall bei uns nachfragen, bevor sie etwas an der Medikamenteneinnahme ändern.

12 Tage nach dem Embryonentransfer bekam Frau S. die glückliche Nachricht, dass sie schwanger ist. Mittlerweile befindet sie sich im sechsten Monat einer bisher problemlos verlaufenden Schwangerschaft und kann hoffentlich in wenigen Monaten ihre Tochter im Arm halten.

Dr. Katharina Spies ist Gynäkologin und Spezialistin für Reproduktionsmedizin.

Nach dem Studium an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg und der Universidad Complutense in Madrid promovierte sie in Neurologie im Bereich „Motorisches Lernen und Genetik“ an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Seit 2007 lebt sie mit ihrem spanischen Mann in Madrid, wo sie am Universitätskrankenhaus Fuenlabrada die Ausbildung zur Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe machte.
Seit 2017 arbeitet sie als Spezialistin für Reproduktionsmedizin bei ProcreaTec.

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