Kinderwunschbehandlung im Ausland

Embryonenspende oder Eizell- und Samenspende?

Embryonenspende oder Eizell- und Samenspende

Embryonenspende oder Eizell- und Samenspende?

Die Embryonenspende und die doppelte Gametenspende sind zwei mögliche Behandlungsmethoden der assistierten Reproduktion für Frauen oder Paare, die sowohl Spendereizellen als auch Spendersamen benötigen.

Es gibt mehrere Unterschiede zwischen den beiden Behandlungen, die vor allem in der Auswahl der Spender, dem Verlauf der Behandlung und, in einem geringeren Grad, auch der Erfolgsrate beruhen.

Im folgenden werde ich genauer auf die beiden Techniken eingehen.

Embryonenspende

Die Embryonenspende ist eine Behandlung der assistierten Reproduktion, bei der ein oder zwei Embryonen einer anderen Patientin oder einer anderen Paares adoptiert werden. Es handelt es sich hierbei um Embryone, die durch vorausgegangene Behandlungen der assistierten Reproduktion entstanden sind – beispielsweise bei einer IVF, einer Eizellspende oder auch nach einer doppelten Gametenspende – und jedoch aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr von den Patienten verwendet werden möchten. Der häufigste Grund für die Spende ist, dass die Patienten bereits ihren Kinderwunsch erfüllt haben und keine weiteren Schwangerschaften mehr wünschen. Der Prozess aud Weitergabe und der anschlieβenden Annahme von Embryonen nennt man Embryonspende.

Da wir generell die Embryonalentwicklung bis ins Blastozystenstadium empfehlen, handelt es sich bei den gespendeten Embryonen meist um Blastozysten, die am fünften Tag ihrer Entwicklung eingefroren wurden. Genau wie bei der Eizell- oder Samenspende handelt es sich bei der Embryonenspende um ein anonymes Verfahren, sodass sowohl die Identität des Spender- als auch des Empfängerpaares verborgen bleibt. Auβerdem ist es nicht möglich, dem Emfängerpaar Informationen bezüglich der äußeren Merkmale der Spender zu geben.

Doppelspende: individuelle Behandlung

Als doppelte Gametenspende bezeichnet man Behandlungen der assistierten Reproduktion, bei denen die Patientin bzw. das Paar sowohl auf Spendereizellen als auch auf Spendersamen zurückgreift. Bei dieser Methode ist der Ansatz völlig anders als bei der Embryonenspende: die Spender werden anhand äußerlicher Merkmale und der Blutgruppen der Patienten ausgesucht.

Künstliche heterologe Insemination

Die Auswahl der Spender wird dabei anhand mehrerer Fotos durch ein Computerprogramm („Fenomatch“) und eine Endauswahl durch die zuständigen Personen durchgeführt und ist auf die Bedürfnisse der Patienten zugeschnitten. So kann das beste Ergebnis gewährleistet werden. Sobald die geeigneten Spender gefunden wurden, werden den Patienten die grundlegenden Eigenschaften mitgeteilt: die Haar- und die Augenfarbe, die Größe und die Blutgruppe. Sobald nach der Behandlung eine Schwangerschaft eintritt, darf den Patienten zusätzlich das Alter der Spender mitgeteilt werden.

Wie hoch sind die Erfolgsraten bei Embryonenspende und doppelter Gametenspende ?

Generell verfügen die Behandlungen, bei denen sowohl gespendete Ei- als auch Samenzellen verwendet werden, über die höchsten Erfolgsraten unter allen Behandungsmethoden der assistierten Reproduktion. Die Schwangerschaftsraten liegen, de nachdem, wie viele Embryonen im Blastozystenstadium transferiert werden, bei etwa 60-70% bei Transfer von einem und etwa 70-80% bei Transfer von zwei Embryonen. Über 75% aller Patientinnen werden nach dem ersten Versuch – d.h. nach der Durchführung eines einzigen Embryonentransfer – schwanger. Diese ausgezeichneten Erfolgsraten sind auf die gute Qualität der Eizellen und Spermien zurückzuführen, da es sich jeweils um junge und gesunde Spender handelt.

Die Erfolgsrate der Behandlungen mit Embryonenspende ist etwas niedriger und liegt bei 50-60% nach dem ersten Embryonentransfer. Diese im Vergleich zu der doppelten Gametenspende etwas niedrigere Erfolgsrate wird dadurch erklärt, dass es sich bei gespendeten Embryonen oft um Embryone von etwas niedrigerer Qualität handelt, da die besten Embryonen der jeweiligen Kohorte in der Regel von den Patienten während ihrer Behandlung transferiert wurden.

Wie läuft die Behandlung ab ?

Die Vorbereitung für den Transfer von gespendeten Embryonen ist in der Regel relativ einfach. Sie beginnt ausgehend von einer Regelblutung der Patientien mit der Einnahme von Östradioltabletten, um die Gebärmutterschleimhaut aufzubauen. Nach einer Ultraschalluntersuchung und einer Blutentnahme zur Kontrolle der Hormonspiegel kann im Regelfall der Tag des Transfers – etwa eine Woche später – festgelegt werden. Die Patientin muss dabei nur einen Tag in die Klinik nach Madid kommen.

Für die doppelte Gametenspende ist die Behandlung etwas länger und komplizierter, da zuerst durch die Einnahme der Anti-Baby-Pille die Zyklen von Spenderin und Empfängerin synchronisiert werden müssen. Die eigentliche Behandlung an sich ist jedoch mit der Vorbereitung für die Embryonenspende vergleichbar, mit dem Unterschied, dass der Tag der Eizellentnahme der Spenderin nicht im Vorfeld bestätigt werden kann und erst 48 Stunden vorher definitiv bestätigt wird. Der Tag des Transfers kann den Patienten somit erst eine Woche vorher mitgeteilt werden.

Ich berate Sie gerne zu Ihrem persönlichen Fall. Bitte kontaktieren Sie mich per E-Mail : kinderwunsch@procreatec.com

Dr. Katharina Spies ist Gynäkologin und Spezialistin für Reproduktionsmedizin.

Nach dem Studium an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg und der Universidad Complutense in Madrid promovierte sie in Neurologie im Bereich „Motorisches Lernen und Genetik“ an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Seit 2007 lebt sie mit ihrem spanischen Mann in Madrid, wo sie am Universitätskrankenhaus Fuenlabrada die Ausbildung zur Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe machte.
Seit 2017 arbeitet sie als Spezialistin für Reproduktionsmedizin bei ProcreaTec.

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