Fertilität

Wie geht man mit der Unfruchtbarkeit in der Weihnachtszeit um?

Wie geht man mit der Unfruchtbarkeit in der Weihnachtszeit um

Wie geht man mit der Unfruchtbarkeit in der Weihnachtszeit um?

Dezember is ein schwieriger Monat für diejenigen, die gegen Unfruchtbarkeit kämpfen oder sich bereits mitten in einer Behandlung der Assistierten Reproduktion befinden.

Die Weihnachtszeit ist die Zeit der Familientreffen und Kinder stehen dabei im Mittelpunkt. Das Ende des Jahres ist für gewöhnlich der Moment des Jahres, wenn man das vergangene Jahr kritisch betrachtet und die so sehr gewollte, aber nicht erreichte Schwangerschaft liegt dabei wie ein Stein am Herzen.

Aus diesem Grund möchten wir Ihnen heute sagen…

Sie sind nicht alleine. Sie sind nicht die einzige Person, die die Weihnachtszeit dieses Jahr nicht aufregend findet. Für viele Personen ist es eine schwierige Zeit und andere genießen es nicht so sehr, wie es scheint. Obwohl man in diesen Tagen umgeben von der Familie und Freunden ist, der Mangel an Mitgefühl und Verständnis der Menschen in unserer Umgeben verstärken das Gefühl der Einsamkeit. Wenn das, was man am Herzen hat, mit Kinderwunsch und Unfruchtbarkeit zu tun hat, dann empfindet man alles noch viel intensiver.

Wenn Sie einen Partner haben, ist es die beste Personen, die Ihnen dabei helfen kann, mit dieser Situation fertig zu werden. Wenn nicht, ist es wichtig jemanden zu haben, einen Familienmitglied oder einen Freund, der Sie unterstützen und Ihnen die nötige Kraft geben kann, um nach vorne zu schauen. Leider sind Unfruchtbarkeit und Behandlungen der Assistierten Reproduktion in unserer Gesellschaft immer noch ein Tabuthema und es ist nicht einfach sich zu öffnen und darüber zu sprechen. Es mag sein, dass man über einen großen Freundeskreis verfügt, trotzdem ist es nicht einfach eine Person zu finden, der man sich anvertrauen kann. In diesem Falle empfehlen wir Ihnen, sich mit Gleichgesinnten zusammenzuschließen (soziale Neztwerke sind in der Hinsicht eine gute Option). Wenn soziale und familiäre Netzwerke Ihnen keine ausreichende Unterstützung anbieten können, dann empfehlen wir Ihnen, professionelle Hilfe zu suchen.

vermeiden Sie große Menschenmengen: überfüllte Einkaufszentren, Weihnachtsmärkte, etc. Tun Sie nur das, was Sie tun möchten. Gehen Sie auf den Weihnachtsmark tagsüber, wenn es ruhiger ist. Besorgen Sie die Weihnachtsgeschenke online. Vermeiden Sie den Stress, der mit großen Menschenmengen einhergeht.

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…legen Sie Ihre Termine so, wie es Ihnen passt. Die Traditionen sind da, um sie zu brechen. Wenn Sie müde sind und keinen weiteren Familienbesuch abstatten möchten, dann bleiben Sie zu Hause. Machen Sie sich selbst ein Geschenk und machen Sie in diesen Feiertagen nur das, was Sie tun möchten. Essen Sie ein leckeres Eis, nehmen Sie ein langes Bad, gehen Sie spazieren oder bleiben Sie zu Hause. Die Weihnachtszeit soll so verbracht und genossen werden, wie es einem zumute ist.

….setzen Sie neue Ziele fürs nächste Jahr!

Neujahrsvorsätze werden Ihnen dabei helfen neuen Mut zu schöpfen. Es ist natürlich, dass wenn man etwas Wichtiges nicht erreicht hat, vor allem wenn es sich dabei um etwas so Wichtiges wie den Kinderwunsch handelt, man das Gefühl hat, versagt zu haben. Was aber dabei oft passiert und was wir Menschen gerne übersehen, sind viele andere wunderbare Dinge, die uns in der Zwischenzeit passiert sind. Konzentrieren Sie sich darauf.

Wenn es etwas gibt, wodurch sich Probleme mit der Fruchtbarkeit charakterisieren, dann ist es die Tatsache, dass sie sich komplett unserer Kontrolle entziehen. Und genau das ist es, wodurch das Gefühl der Hilflosigkeit und des Unwohlseins verursacht wird.

Ebenso wenig hat man einen Einfluss darauf, was andere sagen oder denken, aber worauf Sie durchaus Einfluss nehmen können ist welche Schritte, wann und mit welchem Ziel gemacht werden. Nehmen Sie Ihre alten Ziele genau unter die Luppe und schließen Sie solche aus, die unrealistisch sind und schauen Sie sich nach Alternativen um. So ist es beispielsweise unmöglich, dass eine Frau mit 48 Jahren mit eigenen Eizellen schwanger wird (es sei denn, sie hat ihre Eizellen vor Jahren einfrieren lassen), allerdings kann diese Frau mit gespendeten Eizellen oder Embryonen schwanger werden. Informieren Sie sich, setzen Sie klar definierte und realistische Ziele und kämpfen Sie dafür. Machen Sie immer einen Schritt nach dem anderen: schreiben Sie eine oder mehrere Kinderwunschkliniken an, lassen Sie sich einen Termin mit dem Arzt geben, stellen Sie so viele Fragen wie nötig, um alle Zweifel aus dem Weg zu räumen. Und dann plötzlich, ohne es zu merken, werden Sie an Ihrem Traumziel ankommen.

Lassen Sie nicht zu, dass eine Unfruchtbarkeitsdiagnose Ihr Leben lähmt und kämpfen Sie für Ihre Träume!

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Dr. Katharina Spies ist Gynäkologin und Spezialistin für Reproduktionsmedizin.

Nach dem Studium an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg und der Universidad Complutense in Madrid promovierte sie in Neurologie im Bereich „Motorisches Lernen und Genetik“ an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Seit 2007 lebt sie mit ihrem spanischen Mann in Madrid, wo sie am Universitätskrankenhaus Fuenlabrada die Ausbildung zur Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe machte.
Seit 2017 arbeitet sie als Spezialistin für Reproduktionsmedizin bei ProcreaTec.

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