Fertilität Fragen zur weiblichen Fertilität

MUTTERSCHAFT UND ALTER

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MUTTERSCHAFT UND ALTER

Viele Frauen träumen von klein an von ihrem Hochzeitstag, ihrem idealen Partner, der perfekten Familienstruktur. Wenn wir älter werden wird das Leben gleichzeitig komplizierter.

Heutzutage werden die familiären Ziele oft nach hinten verschoben. Der Platz der Frau in der Gesellschaft hat sich in den letzten 50 Jahren dramatisch geändert. Beispielsweise studieren heute mehr Frauen und haben ein aktives Arbeitsleben. Können unsere Pläne bezüglich der Familienplanung mit diesem neuen Zeitalter höherer Bildung und besserer beruflicher Chancen mithalten?

Die Wahrheit ist, dass die Fertilitätskliniken jedes Jahr eine höhere Anfrage bekommen von Frauen und Paaren, die ihren Traum, Kinder zu bekommen, erfüllen möchten. Seit 1978 das erste Baby nach IVF-Behandlung geboren wurde, sind die Behandlungen weltweit konstant gestiegen. Das ist einerseits so, weil viele dieser Techniken besser verfügbar und kostengünstiger geworden sind, andererseits, weil Frauen später in ihrem Leben Babys bekommen.

Wann sollte man also anfangen, Kinder zu bekommen?

Eine Studie zeigte, dass das Alter der bestimmendste Einzelfaktor ist, um eine Schwangerschaft hervorzusagen. Wenn man das berücksichtigt wird gezeigt, dass das Alter, in dem man beginnen sollte, eine Schwangerschaft zu versuchen, davon abhängt, wie viele Kinder man bekommen möchte:

* Um mit 90% Wahrscheinlichkeit ein Kind zu bekommen, sollte man mit 32 Jahren anfangen. Für zwei Kinder mit 27 Jahren, und für 3 Kinder mit 23 Jahren.

* Ist die Frau bereit, eine IVF-Behandlung durchzuführem, liegt das Alter für ein Kind bei unter 35 Jahren, für 2 Kinder unter 31 Jahren und für 3 Kinder unter 28 Jahren.

Künstliche heterologe Insemination

Diese Zahlen scheinen niedrig zu sein, es muss aber berücksichtigt werden, dass sie so definiert wurden, damit die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft bei 90% liegt. Es ist ebenso wichtig hervorzuheben, dass Frauen auch nach dem 35. Geburtstag schwanger werden.

Der Gipfel der Fruchtbarkeit bzw. für eine Schwangerschaft liegt bei einer Frau bei Mitte 20. Die Wahrscheinlichkeit sinkt dann während der 30er Jahre kontinuierlich und ab einem Alter von 42 Jahren ist es sehr schwierig, ein gesundes Baby zu bekommen, es ist jedoch nicht unmöglich.

Wie können wir die Zukunft besser planen und so unsere Möglichkeiten, schwanger zu werden, optimieren? Heutzutage gibt es hauptsächlich zwei Techniken, die mithilfe der assistierten Reproduktion die Chancen auf eine Schwangerschaft erhöhen:

1. Präservation der Fertilität: Immer mehr Frauen, die wissen, dass sie irgendwann einmal eine Familie gründen, diesen Wunsch jedoch aus verschiedenen Gründen gerne aufschieben möchten, entscheiden sich für die

Kryokonservierung ihrer Eizellen. Der gröβte Vorteil dieser Methode ist, dass die Eizellen der Frau durch das Einfrieren aufhören zu altern. Wenn eine Frau beispielsweise mit 30 Jahren ihre Eizellen vitrifizieren lässt und sich entscheidet, diese mit 40 Jahren zu verwenden, so liegt das Alter der Eizellen weiterhin bei 30 Jahren. Daraus ergeben sich Vorteile bezüglich genetischer Veränderungen, die normalerweise mit dem Alter der Frau verbunden sind.

2. IVF-Behandlung mit gespendeten Eizellen: Der häufigste Grund, Spendereizellen zu verwenden, ist das weibliche Alter. Laut einer neuesten Studie sind die meisten Frauen, die sich für diese Technik entscheiden, 42 Jahre oder älter.

Das Leben ändert sich, genauso wie unsere Pläne. Heutzutage bereiten sich Frauen darauf vor, Ingenieurinnen, Lehrerinnen, Ärztinnen oder Geschäftsfrauen zu werden. Sie planen jedoch auch ihr Familienleben auf andere Weise. Es ist wichtig, die Grenzen unseres Alters zu kennen. Es ist jedoch noch wichtiger, zu wissen, dass es Möglichkeiten gibt, eines Tages den Traum, Mutter zu werden, erfüllen zu können. Egal, wann.

Dr. Katharina Spies ist Gynäkologin und Spezialistin für Reproduktionsmedizin.

Nach dem Studium an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg und der Universidad Complutense in Madrid promovierte sie in Neurologie im Bereich „Motorisches Lernen und Genetik“ an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Seit 2007 lebt sie mit ihrem spanischen Mann in Madrid, wo sie am Universitätskrankenhaus Fuenlabrada die Ausbildung zur Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe machte.
Seit 2017 arbeitet sie als Spezialistin für Reproduktionsmedizin bei ProcreaTec.

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